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Streß -



Artikel von:
ada-byron
veröffentlicht am 16.05.2001 15:08 Uhr

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Warum geraten wir in Streß? Was passiert bei Streß im Körper? Wie kann man Streß rechtzeitig erkennen und wie lässt er sich abbauen?

Streß ist eine Alarmreaktion des Körpers als Antwort auf Belastungen. Die häufigsten Auslöser sind Zeitdruck, Hetze, Konflikte, Ärger, Sorgen oder Lärm. Diese Streßreize werden von den Sinnesorganen aufgenommen und über die Nerven an das Gehirn weitergeleitet. Die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) regt die Nebennieren zur vermehrten Ausschüttung der Streßhormone Adrenalin und Cortisol an, die über die Blutbahn in sämtliche Organe gelangen. Das Resultat: Die Muskeln spannen sich an, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Atmung wird beschleunigt, und die Verdauungsorgane werden weniger stark durchblutet. Befindet sich der menschliche Organismus in einem ständigen Alarmzustand, wird sein Immunsystem geschwächt. Viren, Bakterien und auch Krebszellen haben dann ein leichtes Spiel, sich auszubreiten. Daneben können chronischer Bluthochdruck und Magenbeschwerden auftreten. Um Streß abzubauen, helfen Entspannungsübungen, Heilpflanzen und Wasseranwendungen.

Eustreß und Distreß

Streß muß nicht negativ sein. Ein gewisses Maß an körperlicher und geistiger Anstrengung ist sogar notwendig, damit wir unsere täglichen Pflichten erledigen können. Denn Streß spornt auch zur Leistung an. Die griechische Vorsilbe "eu" wird mit gut übersetzt. Demnach bedeutet Eustreß, daß der Organismus wach und der Geist konzentrationsfähig ist. Nur dauerhafte Anstrengung führt zu krankmachendem Distreß -"dis" heißt im Lateinischen schlecht.

Streß-Test

Prüfen Sie, ob Sie streßgefährdet sind. Wenn mehr als zwei Aussagen auf Sie zutreffen, sollten Sie Ihre persönliche Situation verändern, denn rechtzeitiges Erkennen von Streß schützt vor gesundheitlichen Folgen:
· Sie fühlen sich oft gereizt und gehetzt.
· Sie leiden an Konzentrationsstörungen.
· Es fällt Ihnen schwer, anderen zuzuhören.
· Sie verlieren die Freude an Dingen,
die Ihnen früher einmal Spaß gemacht haben.
· Sie finden keine Ruhe, Ihre Gedanken kreisen.

Das können Sie tun

Entspannung ist der Gegenpol zu Streß und somit das oberste Gebot für Streßgeplagte. Deshalb sollten Sie in Ihrem Alltag auch Zeit zum Abschalten und Träumen einplanen. Körperliche Bewegung hilft, Streß abzubauen und fördert neben naturheilkundlichen Anwendungen die Entspannung.

· Enspannung durch Gähnen
Das sogenannte Genußgähnen ist eine sinnvolle Alltagshilfe für eine schnelle Entspannung. Strecken und rekeln Sie sich mehrmals täglich, und gähnen Sie dabei ausgiebig, um die Anspannung zu lösen.

· Abwaschung mit Lavendelöl
Geben Sie nach dem Duschen 3 Tropfen Lavendelöl auf einen feuchten Waschlappen, und rubbeln Sie damit Ihren ganzen Körper ab. Die beruhigenden Inhaltsstoffe des Lavendelöls können auf diese Weise über Haut und Nase in den Organismus eindringen.

· Nüsse sind Balsam für die Nerven
Der hohe Gehalt an Magnesium und B-Vitaminen ist Balsam für gestreßte Nerven. Essen Sie zwischendurch öfter Walnüsse oder Pistazien. Diese wirken Streß entge-gen und bringen Kraft für neue Konzentration.

· Enspannungsbad
Ein warmes Vollbad verhilft zu wohliger Entspannung. Durch Zugabe von Heilkräutern können Sie die Wirkung verstärken. Diese können frisch aufgegossen werden oder sind als ätherische Pflanzenöle in der Apotheke erhältlich. Baden Sie 10-15 Min. lang. Während der Wechseljahre hat sich Schafgarbe bei Streß als Badezusatz bewährt. Ihre Inhaltsstoffe lösen Verspannungen in der Beckenregion.

· Heiltee zum Entspannen
Diese beruhigende Teemischung eignet sich für alle, die nicht abschalten können: Zu gleichen Teilen Weißdornblüten, Johanniskraut, Melissenblätter, Hopfenzapfen, Orangenblüten, Lavendelblüten und Hibiskusblüten mischen. Pro Tasse 1 TL der Kräuter mit kochendem Wasser übergießen und etwa 5-10 Min. ziehen lassen.

· Schlummertrunk bei Schlafstörungen
Streß wird oftmals von Einschlafschwierigkeiten begleitet. Hier hilft ein leichter Schlummertrunk: 20 g Baldrianwurzel, 20 g Lavendelblüten und 20 g Hopfenblüten im Mörser zerkleinern. Die Kräuter in eine Flasche geben und mit Rotwein aufgießen. Den Ansatz 10 Tage ziehen lassen u und täglich schütteln. Vor dem Schlafengehen ein kleines Glas davon trinken.

· Wassergüsse
Bei Streß mit beschleunigtem Herzschlag helfen Wasseranwendungen. Um den Kreislauf zu harmonisieren, eignet sich der Oberguß mit kaltem Wasser: Über die Wanne beugen, den rechten Arm außen und innen mit Wasser begießen, dann am linken Arm an der Innenseite wiederholen. Auf dem Brustkorb mit dem Strahl eine Acht zeichnen, das Wasser zuerst über die rechte, dann über die linke Schulter hinabrinnen lassen. Zuletzt an der Außenseite des linken Armes abwärts gießen.

· Abstand vom Alltag
Wenn Sie einen Urlaub planen, sollten Sie versuchen, für mindestens 3 Wochen zu verreisen, denn echte Erholung setzt erst nach ungefähr 2 Wochen ein. Diese Zeit benötigen Körper und Seele, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Quelle: Meister Verlag GmbH, D-80807 München
 

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